In jedem Fall eine Chance

Fallbeispiel 1

Spezialbehandlung ermöglicht rasche Genesung

Der Klient E. R. hat nur eine kantonale Krankenversicherung. Er soll aber in einer ausserkantonalen Klinik eine stationäre Spezialbehandlung bekommen, die schnellere Therapieerfolge bewirkt als langfristige ambulante Behandlungen.

Die Care-Managerin kontaktiert den Versicherten und die Krankenkasse und erwirkt eine Zahlung der ausserkantonalen Kosten.

Fazit: Die Behandlungszeit wird erheblich verkürzt, die weiteren Massnahmen können schneller angesetzt werden.

 

Fallbeispiel 2

Koordinierte Unterstützung fördert stufenweise Reintegration

Die Klientin A. R. erkrankt nach einer Schwangerschaft psychisch und kann ihre Tätigkeit als leitende Angestellte nicht mehr ausüben.

Gemeinsam mit den Therapeuten, Ärzten, dem Taggeldversicherer und dem Unternehmen initiiert das Care-Management die sanfte Reintegration am Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Arbeitsversuchs wird das monatliche Arbeitspensum stetig angehoben. Zudem unterstützt das Care-Management die Klientin während dieser Zeit im organisatorischen Bereich. Eine Therapeutin betreut sie medizinisch. Sie erhält zusätzlich Adressen von Hilfsorganisationen und Selbsthilfegruppen. Nach einer Arbeitsunfähigkeit von 9 Monaten kann die Klientin ihre Arbeit wieder vollumfänglich aufnehmen. Im weiteren Verlauf kann sie das Care-Management jederzeit kontaktieren, falls psychisch belastende Faktoren auftreten, um präventiv vorzubeugen.

Fazit: Durch die Koordination zwischen Ärzten, dem Taggeldversicherer, Arbeitgeber und Arbeitnehmer wurde der Arbeitsversuch von allen Stellen unterstützt. Die psychische Situation konnte sich stabilisieren, gleichzeitig wurde die Tagesstruktur Schritt für Schritt wieder normalisiert, was zum Erfolg der Massnahme führte.

 

Fallbeispiel 3

Telefon-Coaching begleitet bei der Neuorientierung

Der Klient A. M. war als Erwachsenenbildner beschäftigt. Das Arbeitsverhältnis endete mit der sofortigen Freistellung. Daraufhin erkrankte Herr M. noch während der Kündigungsfrist psychisch. Das Intake-Gespräch ergab durchaus die Motivation des Klienten für eine Arbeitsaufnahme. Allerdings war er krankheitsbedingt orientierungslos und fühlte sich alleine gelassen.

Auf Empfehlung des Care-Managements und Zusage einer Unterstützung durch ein Telefon-Coaching wurden erste Zielsetzungen möglich, um eine neue Lebensplanung in Angriff zu nehmen. Das Care-Management und der Coach konnten die positive Persönlichkeitsentwicklung von Herrn M. beobachten. Zurzeit arbeitet er aktiv an einem Projekt, beginnt eine Zusatzausbildung und arbeitet am Aufbau seiner Selbständigkeit. Mehrere Rückmeldungen auf Bewerbungen sind ebenfalls noch ausstehend. Zitat aus dem Abschlussgespräch: «Sie waren die erste Institution, die sich für mich als Mensch interessiert hat.»

Fazit: Durch Unterstützung und Zielplanung war eine Neuorientierung möglich, die eine finanzielle Unabhängigkeit von Sozialleistungen gewährleistet.

 

Fallbeispiel 4

Gezielte Information bringt psychische Entlastung

Der Klient E. F. erkrankt an einem Nierenleiden. Er wird arbeitsunfähig und ist wegen eines Umzugs aus dem Ausland genau in diesem Zeitraum vorübergehend nicht krankenversichert. Er zahlt seine Behandlungen privat, gerät dadurch aber immer mehr in finanzielle Engpässe.

Der Fall wurde dem Care-Management gemeldet. Im Gespräch zeigt sich auch eine psychische Belastung wegen der finanziellen Situation. Das Care-Management organisiert die sofortige Aufnahme in eine obligatorische Krankenversicherung. Der Klient wird psychisch entlastet, was seiner Genesung zugute kommt. Nach 6 Monaten Arbeitsunfähigkeit kann er seiner Tätigkeit als Hauswart wieder nachgehen. Die finanzielle Situation stabilisiert sich wieder.

Fazit: Weil er über die obligatorische Aufnahmepflicht in eine Krankenkasse nicht informiert war, geriet der Klient neben seiner physischen Erkrankung zusätzlich noch in eine psychisch belastende Situation. Mit wenigen Telefonaten konnte seine finanzielle Situation verbessert werden, was sich positiv auf seinen Genesungsprozess auswirkte.



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